IPTV-Begriffe erklärt: ein Glossar mit 25 Wörtern, die dir begegnen
EPG, M3U, Catch-up, Bitrate, HEVC … ein verständliches Glossar der Begriffe, die dir bei Einrichtung und Nutzung von IPTV begegnen – sortiert danach, wo du sie tatsächlich siehst.

IPTV hat sein eigenes Vokabular, und Einrichtungsanleitungen halten selten an, um es zu erklären. Dieses Glossar sortiert die Begriffe danach, wo sie dir begegnen – bei der Einrichtung, beim Schauen, in den Qualitätseinstellungen und wenn etwas schiefgeht –, damit du schnell findest, was du suchst.
Begriffe bei der Einrichtung
Player-App – die App auf deinem Fernseher oder Gerät, die die Streams abspielt. App und Dienst sind meist getrennt: Die App ist der „Player“, der Anbieter liefert die Inhalte.
Zugangsdaten – das, was dir dein Anbieter gibt, um die App mit seinem Dienst zu verbinden. Je nach App ist das ein Login (Serveradresse, Benutzername und Passwort) oder eine Playlist-Adresse.
M3U-Playlist – eine einfache Textliste mit Stream-Adressen. Viele Player-Apps akzeptieren einen M3U-Link und bauen daraus die Senderliste. Du musst sie weder öffnen noch bearbeiten; du fügst den Link einfach in die App ein.
EPG (elektronischer Programmführer) – die Programmübersicht auf dem Bildschirm, die zeigt, was jetzt und danach läuft. Sie wird oft als eigener Datenfeed getrennt von der Senderliste geliefert – deshalb können Sender funktionieren, während der Programmführer leer bleibt. Siehe EPG-Probleme beheben.
XMLTV – das gängige Dateiformat für EPG-Daten. Wenn eine App nach einer „EPG-URL“ fragt, ist meist eine XMLTV-Adresse gemeint.
Geräteaktivierung / MAC-Adresse – manche Apps erkennen dein Gerät an seiner Netzwerk-Hardwareadresse (MAC) und verlangen, dass du es auf einer Webseite aktivierst, bevor Inhalte erscheinen.
Sideloading – eine App außerhalb des offiziellen App-Stores installieren. Dabei werden die Sicherheitsprüfungen des Stores umgangen; wir raten davon ab. Mehr dazu in unserem Sicherheitsratgeber.
Begriffe beim Schauen
Live-TV / lineare Sender – Sender, die durchgehend laufen, wie klassisches Fernsehen.
VOD (Video on Demand) – eine Mediathek mit Filmen und Serien, die du jederzeit starten, pausieren und fortsetzen kannst.
Catch-up – die Möglichkeit, bereits gesendete Sendungen nachzuschauen, meist für eine begrenzte Zahl von Tagen und direkt aus dem Programmführer.
Timeshift – einen Live-Sender pausieren oder zurückspulen.
Favoriten – deine eigene Auswahl an Sendern, mit der lange Senderlisten übersichtlich werden.
Multiscreen / Verbindungen – wie viele Geräte mit einem Abo gleichzeitig abspielen können. Das ist nicht dasselbe wie die Zahl der Geräte, auf denen du die App installieren darfst – siehe IPTV auf mehreren Geräten.
Begriffe in den Qualitätseinstellungen
Auflösung – aus wie vielen Pixeln das Bild besteht: HD (720p), Full HD (1080p), 4K UHD (2160p). Verglichen in HD, Full HD oder 4K.
Bitrate – wie viele Daten ein Stream pro Sekunde nutzt (in Mbit/s). Eine höhere Bitrate bedeutet meist weniger Kompressionsartefakte.
Codec – das Verfahren, mit dem Video komprimiert wird. Verbreitet sind H.264, H.265 (HEVC) und AV1; dein Gerät muss den Codec unterstützen, damit der Stream flüssig läuft. Siehe Video-Codecs erklärt.
Bildrate (fps) – Bilder pro Sekunde. Sport mit 50 oder 60 fps wirkt flüssiger als mit 25 oder 30 fps.
HDR – High Dynamic Range: hellere Spitzlichter und kräftigere Farben, wenn Inhalt, Gerät und Fernseher es unterstützen. Formate sind unter anderem HDR10, HLG und Dolby Vision.
Hardware-Decodierung – der eigene Videochip des Geräts übernimmt das Decodieren. Das ist flüssiger und effizienter als Software-Decodierung und lohnt sich in den Player-Einstellungen, wenn es angeboten wird.
Begriffe, wenn etwas schiefgeht
Puffer / Buffering – der Player hält ein paar Sekunden Video in Reserve; Buffering ist die Pause, wenn diese Reserve aufgebraucht ist. Siehe warum IPTV ruckelt und wie du es behebst.
Adaptive Bitrate (ABR) – der Player senkt die Qualität, wenn deine Verbindung langsamer wird, damit das Bild weicher wird statt stehen zu bleiben.
Latenz – die Verzögerung zwischen einem Live-Ereignis und seinem Erscheinen auf deinem Bildschirm.
Jitter – unregelmäßig ankommende Daten. WLAN hat meist mehr Jitter als ein Kabel, was zu Rucklern führen kann, selbst wenn der Speedtest gut aussieht.
CDN (Content Delivery Network) – Server an vielen Standorten, die Streams von einem Ort in deiner Nähe ausliefern.
AV-Sync / Lippensynchronität – ob Ton und Bild zusammenpassen. Lösungen findest du in unserem Ratgeber zu Tonversatz.
Wie es weitergeht
Wende das Vokabular direkt an – mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur IPTV-Einrichtung – oder lies so funktioniert IPTV-Streaming, um zu sehen, wie alles zusammenhängt. Ganz neu bei IPTV? Der Einsteigerpfad führt dich der Reihe nach bis zum ersten Schauen.
Über diesen Ratgeber. Geschrieben und gepflegt vom IPTVBESTLIFE-Team. Gerätemenüs und Apps ändern sich – wenn ein Schritt nicht mehr zu deinem Bildschirm passt, sag uns Bescheid und wir aktualisieren ihn.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem M3U-Link und einem Login?
Beide verbinden eine Player-App mit einem Dienst. Ein M3U-Link ist eine einzelne Playlist-Adresse; ein Login nutzt eine Serveradresse mit Benutzername und Passwort. Dein Anbieter sagt dir, was deine App erwartet.
Ist der EPG dasselbe wie die Senderliste?
Nein. Die Senderliste sind die Streams; der EPG sind die Programminformationen, die daneben angezeigt werden. Beides kommt oft aus getrennten Quellen, daher kann das eine funktionieren und das andere nicht.
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